Samstag, 26. Oktober 2013

Ich lade Euch ein zu einer wunderschönen Reise in die Toskana!

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...zuerst war es nur ein Anruf mit der Frage: "habt Ihr vom 1. bis 6.10.2013 Zeit"? WER war der erste Fragende? War es mein Ältester? War es mein Jüngster? Ich weiß es nicht mehr so genau - denn Tatsache war - fast zeitgleich stellten BEIDE diese Frage! ------------------------------------------------------------------------------ Natürlich musste ich mich erst mit meinem Mann kurz schliessen - bis ich unseren beiden Söhnen (die unsere Antwort sehr eilig gemacht haben) das o.k. melden konnte. ------------------------------------------------------------------------------------------ Die Tage - die Wochen vergingen - wir hörten nichts - wir wussten nichts - wir erfuhren nichts! Wir tappten im völligen Dunkel und das ratter...ratter in unserer beider Köpfe spuckte kein Ergebnis aus. ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Da sechs Tage voravisiert waren - konnte es sich eigentlich (so clever waren wir schon!) nur um eine Reise handeln. ABER WOHIN??? Meine sich immer wiederkehrende "Neugier-Frage" "muss ich mir ein Eisbärenfell zulegen oder ein Hauch von NICHTS bereit halten" wurde schon während meiner Fragestellung überhört. Klarer gesagt: ignoriert! Ich erhielt: KEINE Antwort!! Weder von meinem Ältesten - noch von meinem Jüngsten -verbündet mit ihren Ehefrauen - verbündet mit meiner Schwester - mit meinen Gegenschwiegern - sowie unserer Petra. -------------------------------------------------------------------------------------------------- Sechs Tage vor Reiseantritt wussten wir immer noch NICHTS!!! -------------------------------------------------------------------------------------------------- Dann endlich tat sich was! Es kam "Leben" in das Ungewisse. Mein Ältester wollte uns die Überraschung, an der die ganze engere Familie beteiligt war, persönlich überbringen. -------------------------------------------------------------------------------------------------- ....aber ein Anruf von ihm - mit der Bitte um "Vertagung" liess uns weiter im Unklaren! Seine Stimme klang kläglich...er war gequält - geplagt von Cluster-Attacken, die ihn sechs Jahre in Ruhe gelassen hatten - und jetzt - eben in diesen Tagen - ihm das Autofahren unmöglich machten! --------------------------------------------------------------------------------------------------------- Also dann: Vertagung auf Donnerstag! Aber auch da - sehr früh - läutete das Telefon: noch kläglicher seine Stimme: "....ich kann nicht! Kann Jemand von Euch zu mir kommen...??" Armer - armer Kerl! -------------------------------------------------------------------------------------------------------- Jedoch an diesem Donnerstag erfuhren wir - wohin unsere Reise ging: Zu den Naturschönheiten Italiens..in die Toskana an die Versiliaküste! Italien-Reisenden ein Begriff - Kroatien-Reisenden??...Neuland und unbekannt! Aber neue Wege zu beschreiten hat immer den Hauch eines Abenteuers...und die Neugier am Leben hat mich noch nicht verlassen - besser gesagt: für Neues bin ich immer offen!!! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...und genau von dieser Reise möchte ich nun berichten - das haben die "Schenkenden" die uns diese Tage ermöglicht haben - auch vedient! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ ITALIEN! DIE TOSKANA! Es war etwas ganz Neues für uns! Und etwas ganz Besonderes! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Mein Mann war strahlend vor Glück und Erwartung - als er die Reiseunterlagen in den Händen hielt. Vor allen Dingen war er unheimlich stolz auf unsere Kinder - die keine Mühe gescheut hatten, uns zu überraschen! Meine Gefühle waren nicht minder als die Seinen! Durch die Reisebeschreibung: Versiliaküste - Chinque Terre - Insel Elba - Lucca und Pisa liess er sich sofort davon inspirieren, die Landkarte nach all den Orten zu durchforsten! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Cinque Terre - bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir davon noch nie gehört! ...und es war das Schönste, was ich je am Meer gesehen habe..die kleinen Fischerdörfer - aufgereiht wie auf einer Perlenschnur - hoch auf dem Felsen über dem Meer... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ..aber alles der Reihe nach - ich will NICHTS vorgreifen! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Dann war er endlich da! Der 1. Oktober!!! Pünktlich um 5.20 Uhr holte uns das Taxi ab - das uns zum Busbahnhof nach Stuttgart bringen sollte. Es war alles BESTENS organsiert! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Noch halb schlafend stiegen wir in den gelben Reisebus der SSB! Die Nacht zuvor war doch ziemlich kurz gewesen - um ja nicht zu veschlafen - habe ich eigentlich GAR nicht geschlafen! Auf unseren Sitzen lag eine Tüte mit Sandwich, Äpfel, Schokolade und die aktuelle Stuttgarter Tageszeitung! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- WAS FÜR EIN SERVICE! --------------------------------------------------------------------------------------- Stefan - unser Busfahrer startete - mit "Heike" als Reiseleiterin! Die Fahrt ging über Schaffhausen - Zürich - vorbei am Vierwaldstätter See - bis zum Luganer See - der zum größten Teil im Schweizer Tessin liegt - jedoch auch ein Stück Italien eingenommen hat. ----------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------- Wir fuhren bei Regen in das dunkle Maul des St.Gotthart-Tunnels - 17 km lagen vor uns! Welches Wetter erwartete uns wohl auf der anderen Seite des Tunnels??? STRAHLENDE SONNE!!! ENGEL WAREN UNTERWEGS! -------------------------------------------------------------------------------------------------- Vor uns lag in seiner ganzen Pracht der Comer See mit seinem Wahrzeichen, dem Piz Palü - 3900 m hoch ....ein "Kleinod" für die Reichen und die Superreichen! Madonna - Brad Pitt - Versace haben dort ihre Zelte aufgeschlagen - oder besser gesagt: ihre Villen auf Luxusgrundstücke gebaut mit Traumblick auf den See! ---------------------------------------------------------------------------------------------------- Auch der schönste - der begehrteste Junggeselle des amerikanischen Filmes hat sich den Comer See zum Wohndomizil gemacht: George Clooney! Ein schöner See - ein schöner Berg - für einen schönen Mann!!!! ....und wir atmeten dieselbe Luft wie er - sahen dieselben Wolken...spürten dieselbe Sonne! Wir befanden uns nun in der italienischen Schweiz! --------------------------------------------------------------------------------------------------- Es war nun Zeit für die obligatorische Pause des Busfahrers - die uns zu einer Marchè-Raststätte führte! Ein Nobel-Restaurant! Und nobel waren auch die Preise! Erschreckend nobel!!! --------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Zum Verständnis: eine gewöhnliche Gemüsesuppe (wie sie mein Mann zuhause literweise bekommt) eine kleine Terrinne: 7,80 EUR! Ein paar Spirelli-Nudeln - vermischt mit ein bisschen Speck, Zuccini und Tomaten: 15,55 EUR!(Meine "Kopf-Umrechnungstabelle signalisierte: 30 DM für Nudeln - 15 DM für eine Suppe!) ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Der "Marchè-Schock" hat KEINEN der Reiseteilnehmer kalt gelassen oder zu einem Lächeln veranlasst. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bei Chiasso überschritten wir die Grenze - hinein - in`s Bella Italia - in das Land der Troubadoure - in das Land der Leichtigkeit mit seinen "Mammas" - mit seinen Spaghettis und Lasagnes...und in das Land der vielbesungenen Liebe.. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Kilomter um Kilometer legte Stefan zurück - über Mailand, La Spezia, Carrara hatten wir dann nach Stunden die Toskana erreicht, die einen ganz eigenartigen Reiz auf mich ausübte. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Kleine Städtchen, wie festgetackert Haus an Haus - auf Berghügeln - einst von den Römern erbaut - faszinierten mich! Ein Landschaftsbild, das ich so noch nie gesehen habe. Die Häuser im Tal, schnörkellos - einfach in ihrer Bauweise mit abgeflachten Dächern - ein eigenartiger Stil, den ich von Gemälden her kenne und an die ich mich während der Fahrt erst mal gewöhnen musste. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ ENDLICH! Nach 800 km und 12 Stunden hatten wir die Vesiliaküste und somit unser Ziel, das uns für ein paar Nächte zur Heimat werden sollte - erreicht: "Marina dei Pietrasanta"! Wir fuhren durch palmenumsäumte Straßen - vorbei an Hotels - an Villen - von denen die Meisten bereits im "Winterschlaf" waren. Vorbei am Haus des weltberühmten Sängers Andrea Bocelli - der wirklich das Meer direkt vor seinem Haus hatte. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------------- Unser Hotel lag völlig im Grünen! Eine Villa - die einst einem italienischen Komiker gehörte und dessen Erben diese zum Hotel umgebaut hatten: das Hotel "VERDEMARE" - 200 m bis zum Strand - 5 Minuten Fussweg - kann man noch größere Wünsche haben??? NEIN! Kann man nicht!!! Unsere Kinder haben richtig gewählt..TOLL!!! DANKE!!!! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein Hotel mit 40 Zimmern, ausgezeichnet mit vier Sternen und wunderschönen Marmorstatuen! -------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------- Müde waren wir alle! Hunger hatten wir alle! Zimmerverteilung - wir hatten die Nummer 28 - leider nicht in der Komikervilla (in der die Zimmersafes wie in Krimis in der Wand hinter Bildern versteckt waren) sondern im Nebengebäude! Nun hiess es: Koffer auspacken - frisch machen - und in den Speisesaal zum Nachtessen, das aus Suppe oder Nudelgericht, im Hauptgang aus Fisch oder Feisch und einem Nachtisch bestand und vom Senior-Chef im schwarzen Anzug mit schwarzer Fliege mit der üblichen italienischen "Grandezza" serviert wurde. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- .....und so ging der erste Tag unter "toskanischem Himmel" zu Ende! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ PISA - unser erster Ausflug! Nach einem ausgiebigen Frühstücksbuffet mit einem katastrophalen Kaffee (schwarz wie die Nacht - geschmeckt hat er nach...???? ..keine Ahnung!!! Auf jeden Fall nicht nach Kaffee - ja, nicht mal kaffeeähnlich) fuhren wir los. Heike, unsere Reiseleiterin, warnte uns bereits im Bus vor den "Schwarzwäldern" und vor der "ethnischen Minderheit der Wandervölker", die in Pisa ziemlich aufdringlich ihre Plagiate - Uhren und Taschen der hochpreisigen Nobelmarken - zum Kauf anbieten würden. Damit sprach sie die Afrikaner und die Zigeuner an. Sie erklärte uns in diesem Zusammenhang, dass die Polizei ÜBERALL wäre - eine Strafe bis zu 1000 EUR könnte ein Kauf ohne Vorlage einer Quittung zur Folge haben. -------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und weiß Gott - es war gut, dass sie uns gewarnt hat! Als wir in Pisa aus dem Bus stiegen - stürmten diese eigentlich ziemlich armen Menschen auf uns zu - sie kamen in Scharen! Taschen - wunderschön!!! Uhren- noch schöner!!! Ohne die Warnung hätte ich BEIDES gekauft...so aber war ich "braves Kind" und habe mir dadurch wahrscheinlich auch viel Ärger erspart. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------- PISA - an der Mündung es Arno gelegen - ist eine Stadt mit 87.000 Einwohnern und 40.000 Studenten - die teilweise an den dortigen Elite-Hochschulen studieren. Wenn Papa das nötige Geld dazu hat und wenn im Köpfchen genügend IQ vorhanden ist - dann ist selbst die Chance zum Nobelpreisträger gegeben. Aber es müssen ganz kluge Köpfchen sein, die in dieser Elite-Hochschule aufgenommen werden. Galileo Galilei ist ein bekannter Name aus dieser Schule! Ebenso (aber ohne Nobel-Preis): Andrea Bocelli! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Baptisterium
------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Schiefer Turm von Pisa -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Platz der Wunder in Pisa
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--------------------------------------------------------------------------------------------- Kathedrale m.schiefem Turm
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----------------------------------------------------------------------------------------------- Vorbei ging es an einem bunten Markt, in dem Souvenirs in Massen angeboten wurden. Tausende von Menschen - multi-kulti - strebten zum "Piazza dei Mirakoli" - dem "Platz der Wunder" - der aus Baptisterium (der größten Taufkirche der Welt), dem Dom "Santa Maria Assunta" , dem Monumental-Friedhof (auch hier dürfen nur ganz bestimmte Elite-Menschen ihre letzte Ruhestätte haben) und dem weltberühmten schiefen Turm bestand. ------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- PISA! Der schiefe Turm - das Baptisterium und die Kathedrale hatte ich mir SO nicht vorgestellt. Es war einfach nur wunderschön anzuschauen. Alle drei Gebäude in schneeweißem Marmor - das in der Sonne noch weißer strahlte. ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Der schiefe Turm ein Wunder für sich! Einzigartig in seiner Neigung - die 4 m beträgt. 100 Jahre wurde der Bau eingstellt - als er nach der 3. Etage in eine Schieflage geriet. Spezialisten wurden hinzugezogen - und nochmals 100 Jahre dauerte er bis zur Fertigstellung. --------------------------------------------------------------------------------------------------- Fast 300 Stufen - nach obenhin immer schmäler werdend - ohne Geländer - dazu gekrönt mit 18 EUR Eintritt....wollt ihr wissen, ob wir hochgestiegen sind??? --------------------------------------------------------------------- NEIN!!! Sind wir nicht!!! Ich hätte "gejapst" und Martin wäre schon auf der halben Turmbesteigung für eine Reanimation fällig gewesen! ------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------- Wir haben uns lieber die Kathedrale vorgenommen, die sehr interessant war und die mich mit wunderschönen Statuen aus Marmor in Erstaunen versetzte. Das "Relikt" - die Gebeine - des Stadtheiligen San Ranierie (St. Rainer) war dort in einem beleuchten gläsernen Sarg zu sehen - ein mulmiges Gefühl beschlich mich schon dabei! ---------------------------------------------------------------------- Mittagessen - noch ein bisschen durch den Markt bummeln - noch einen "Schwarzwälder" abwimmeln, der mir partout etwas schenken - ja, es mir regelrecht aufdrängen wollte (treuherzige schwarze Augen schauten mich an: warum bist du mir böse? Warum nimmst du keine Geschenke von mir) dann ging es wieder Richtung Bus und somit Richtung Hotel. ------------------------------------------------------------------------------ Die Zeit bis zum Abendessen benützte ich zu einem Strandspaziergang - malte Herzen in den Sand - versah diese mit den Namen Robin, Mara und Livia - und wartete die nächste Welle ab, die diese Herzen mitgenommen hat... ----------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------- Es war ein "Spiel" im Sand - das ich so auch das erste Mal "spielte".... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- CHINQUE TERRE und CARRARA - unser 2. Ausflug!....und nun stand Chinque Terre auf dem Programm, das ich voller Erwartung herbeisehnte und das ein Erlebnis erster Sahne versprach. -------------------------------------------------------------------------------- Leider konnte die voravisierte Wanderung auf der "Via dell`Amore" (wie schön!!! "Straße der Liebe") wegen Steinschlag nicht durchgeführt werden. Die Route war gesperrt. Durch die dadurch gewonnene Zeit wurde als "Bonbon" der Besuch zu den weltbekannten Marmor-Steinbrüchen eingeschoben - wir passierten dabei Viareggio. ------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------- Unser Bus schlängelte sich die engen Strassen immer bergaufwärts - mit schwindelerregenden Aussichten in die Tiefe...aber auch mit einem traumhaften Ausblick auf die Stadt Carrara selbst, die uns zu Füssen lag. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------ Wir kamen in die weiße Welt des Marmors - wir liefen auf Marmor - atmeten den Marmorstaub - hatten Marmor an den Schuhen - und den Blick auf die strahlend weißen Marmorberge - in ihrer Geschäftigkeit mit den LKW`s in schwindelnder Höhe - werde ich nie vergessen. -------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------ Steinhauer in Marmor
----------------------------------------------------------------------- Esel aus Marmor
------------------------------------------------------------------------------- Interessant war das kleine Freiluft-Museum, in dem Esel, Ochsen, Marmorarbeiter in Lebensgrösse - gehauen aus einem großen Stück des edlen Steines - zu bewundern waren. ---------------------------------------------------------------------------- Das kleine Souvenir-Geschäft zog meine ganze Aufmerksamkeit auf sich - und zu meiner bevorstehenden Geburtstagsfeier habe ich mir für die Deko noch ein paar kleine Delfine und Schildkröten aus Carrara-Marmor mitgenommen. Als Krönung - unter den kritischen Augen meines "Angetrauten" - "genehmigte" ich mir noch den "David von Michelangelo"...ich habe mir diese Figur selbst geschenkt: ein nackter - muskulöser und schöner Mann...! Lächel...aber aus Marmor eben..und kalt..! ----------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------- ....und zurück ging es! Auf den Bahnhof nach La Spezia! Unser Zug in die Chinque Terre wartete auf keine Zuspätkommenden - er fuhr pünktlich ab. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Stationen waren Manarola und Vernazza. Unser Wanderweg hätte uns über Monterossa al Mare, Vernazza, Corniglia und Riomaggiore geführt - und es wären 11 km zu bewältigen gewesen - immer am Meer entlang. Durch den Steinschlag aber blieben uns nur die beiden erwähnten Ziele - und die "Strasse der Liebe" konnte ich mit in meine Träume nehmen! ----------------------------------------------------------------------------------------------------- In Manarola angekommen gab es im Zug ein fürchterliches Gedränge. Die Türen wollten sich schließen - obwohl noch viele unserer Leute im Innern des Zuges waren. Auf einmal fuhr der Zug ab! ZWEI hatten den Weg nach draussen nicht mehr geschafft. Mit dabei war unser "Geburtstagskind" - das wir bereits am Morgen hochleben ließen. Das Geburtstagskind - das voller Interesse meine neue Kodak-Kamera bestaunte und das - wie ich - alles leidenschaftlich fotografierte. Bei diesem ganzen Gedränge wurde dieser ältere Mann um seinen Geldbeutel mit dem ganzen Geld - und seinen Kreditkarten - "erleichtert"! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Manarola
-------------------------------------------------------------------------------------------- Manarola
--------------------------------------------------------------------------------------------- Manarola Liebes-Schlösser (nicht nur in Köln, Frankfurt, Heilblronn, Maribor..auch in Italien ist dieser Brauch)
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Manarola Badebucht
------------------------------------------------------------------------------------------------------ Manarola - Strasse zum Meer
------------------------------------------------------------------------------------------ Manarola! Welch traumhaft schönes Fischerdorf! Malerische Plätze - abenteuerliche Gassen! Manarola - am Mittelmeer gelegen - hat keinen Hafen. Die Fischerboote lagerten vor den Häusern und waren mit bunten Planen abgedeckt. Die Häuser der kleinen Einkaufsstraße bekamen durch dieses ganz spezielle "Ambiente" ein noch interessanteres Aussehen. Es war ein Traum - den ich in wachem Zustand erleben durfte! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Romantik mit Schönheit aus mediterraner Buntheit gepaart! Farbenfrohe Häuser - hoch auf dem steil in das kristallklare Türkis des Meeres abfallenden Felsen gelegen - Schönheit für das Auge - die fast nicht mehr zu ertragen war! Ich war geblendet! Gab es soviel Schönes???? JA!! Gab es!! Ich stand mittendrin! Gott hatte Sonntag - als er unsere Kinder zu diesem Geschenk an uns inspirierte! ------------------------------------------------------------------------------------------------- Chinque Terre - fünf Fischerdörfer auf Felsen gelegen - die wie auf einer Perlenschnur aufgereiht über dem Meer liegen! Ein Stückchen Erde - das ich - dank unserer "Schenkenden" erleben durfte und das sich für immer in meine Erinnerung einprägen wird. ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Vernazza
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vernazza - Strasse zum Meer
--------------------------------------------------------------------- Vernazza Sturmflut
----------------------------------------------------------------------------- Vernazza Sturmflut
------------------------------------------------------------------------------------ Weiter ging es mit dem Zug (es waren nur zwei Stationen) nach "Vernazza" - das im Oktober 2011 von von einer fürchterlichen Sturmflut ziemlich zerstört wurde. Vernazza - eine Perle auf dem Felsen - war genauso schön wie Manarola - und von der Zerstörung konnte ich nichts mehr erkennen - ein buntes Farbenspiel der Häuser - wohin man blickte! ----------------------------------------------------------------------------- Müde waren wir - als wir uns auf den Rückweg machten! Geschockt waren wir - als uns unsere Reiseleiterin im Bus informierte: Morgen früh um 6.30 Uhr fahren wir los - nach ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ELBA - unser 3. Ausflug! Vor lauter "nicht verschlafen" habe ich in dieser Nacht überhaupt nicht geschlafen. Hab sämtliche Weckmöglichkeiten ausgeschöpft - aber KEINER vertraut! Besser war es, wach zu bleiben! Um 4.30 Uhr befand ich mich bereits unter der Dusche - so nach dem Motto: "Morgenstund` hat Gold im Mund`" ------------------------------------------------------------------------------------------------- Unser SSB-Bus war pünktlich zur Stelle. Das Ziel: Die Fähre von Piombino nach Portoferraio - die uns am frühen Morgen bereits mit einer Elba-Inselrundfahrt verwöhnen sollte ---------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------
-------------------------------------------------------------------------------------------------- Staunend sahen wir, wiviel PKW`s und Busse das grosse breite Schiffsmaul schluckte! Wir blieben an Deck und liessen uns auf der "Mobby-Lally" den Morgenwind um die Nase wehen. Schöner Name für eine Fähre - der noch durch den dicken bunten Delfin - mit dem die Fähre bemalt war - unterstrichen wurde. -------------------------------------------------------------------------------------------------------- Auf der Fähre
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Eine Stunde dauerte die Überfahrt zur größten Insel des toskanischen Archipels. ELBA - eine Perle im Mittelmeer - die die Venus beim Baden verloren hat - und die jetzt unser Ziel war. --------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------- Eine üppige Vegetation bot sich unseren Augen: Grün - wohin man nur sah! Der 1000 m hohe maccia-bestückte Berg grüsste uns. Palmen - Pinien - geschnitten und gestutzt wie Regenschirme - vorbei an Traumbuchten- mit dem schönsten Türkis des Wassers - bot sich immer wieder in noch größerer Schönheit unserem Auge! ----------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------ Spiaggia Paolina
---------------------------------------------------------------------------------------------------- Fasziniert war ich von der "Spiaggia Paolina"! Die Legende erzählt, dass dies die Lieblingsbadebucht der Schwester Napoleons war. Traumhaft schön!!! Mein Kopfkino hatte sich eingeschaltet...und ich sah in Gedanken diese Dame im Wasser schwimmen mit der damals üblichen Badekleidung...und am Ufer sah ich Napoleon gedankenverloren sitzen...Schön!!! Diese Vorstellung! Schön!! Dieses Kopfkino!!! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------- ELBA!! Die Verbannungsinsel Napoleons und später die Sommerresidenz des kleinen - grossen - geliebten und gefürchteten Mannes! ---------------------------------------------------------------------------------- Wir steuerten nun die Villa San Martino an! Seine Residenz! Am Eingang sass ein kleines - uraltes Mütterlein - das ihr eigenes Rezeptbuch verkaufen wollte..und die mir voller Stolz sagte: "Das Kochbuch kostet 10 EUR und Sie bekommen auch ein persönliches Autogramm von mir"! Lächel....wie lieb..und wie nett doch diese alten Leute sind! (deshalb hab ich eine ganz spezielle Liebe für alte Leute - sie wirken oft so unschuldig in ihrer Art) Ich habe aber trotzdem kein Exemplar gekauft! ----------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------- -----------------------------------------------------------------------------------------------------
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------------------------------------------------------------------------------------ Die "VILLA" Napoleons!! Mag sein, dass sie zur damaligen Zeit pompös war - aber ich sah nur ein einfaches Haus - und das war ziemlich heruntergekommen. Man konnte von aussen in das "gut erhaltene" Badezimmer sehen - und die Vorstellung, dass dort Napoleon täglich seine Morgen- und Abendtoilette verrichtet hat - lässt schon ein eigenartiges Gefühl aufkommen! Ein Mann vor dem die Welt zitterte - in dieser Badewanne - die alles andere als schön oder gemütlich auf mich wirkte! ----------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------- Das Mobiliar der Räume war - bis auf eine Malerei des "Liebesknotens" an der Decke nicht mehr mit Originalmöbeln bestückt. Sie waren wohl auf "alt" gemacht - und der Besucher wird hier irre geführt. Die Möbel Napoleons befinden sich angeblich in Frankreich! Lediglich der "Liebesknoten" war im Original vorhanden! ----------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Der Liebesknoten: Zwei Tauben, die ein blaues Band im Schnabel halten - das in der Mitte zu einer Schleife geschlungen war. Fliegen die Tauben auseinander - zieht sich das Band zu einem festen Knoten zusammen - so wollte Napoleon die Liebe zu Marie-Luise von Österreich symbolisieren und festhalten. ----------------------------------------------------------------------------------------- War Napoleon Bonaparte ein Romantiker?? Konnte ein solcher Mann soviel Liebe zeigen?? Der Liebesknoten sprach für sich!! ---------------------------------------------------------------------------------------------- Es war sehr interessant, auf Napoleons Spuren zu wandern und die Nostalgie fast körperlich zu spüren. Ein weiteres Erlebnis, das für immer in meinen Gedanken eingebrannt sein wird. --------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------- Porto Azzuro
----------------------------------------------------------------------------------------- Porto Azzuro
---------------------------------------------------------------------------------------------- Porto Azzuro
-------------------------------------------------------------------------------------------------- Porto Azzuro
----------------------------------------------------------------------------------------------------- Porto Azzuro
----------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein kleiner Besuch in Porto Azzuoro - ein Bummel durch die engen Gassen des kleinen bunten Städtchens - ein Verweilen an dem kleinen romantischen palmenumsäumten Hafen - für`s Schleckermaul noch ein Eis...und schon war die Zeit gekommen, unsere Fähre anzusteuern. ------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Zum Abschied wurden wir nochmals mit einer kleinen Sehenswürdigkeit belohnt. Neben unserer Fähre ankerte die "Deutschland" - das "TRAUMSCHIFF" - das uns an so vielen Wochenenden beschauliche Fernsehstunden schenkt - mit Urlaubsparadiesen, wie wir sie jetzt selbst auf Elba erleben durften! -----------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------ ADIEU ELBA! Adieu - du verlorene Venusperle im Mittelmeer - mit deinem Immergrün - mit deinem herrlich schön blühenden Bougainvillea, mit deinen Palmen! ADIEU!!!! --------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Müde fiel ich am Abend in den Tiefschlaf´! Durch ein Poltern, ein Rütteln an Tür und Fenster wurde ich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Was war das???? Ich brauchte einige Zeit um zu realisieren, dass Blitz und Donner meine Nachtruhe überschattete. Martin??? Er schlief den Schlaf des Gerechten und war durch NICHTS aus seinem Schlaf zu bringen! Wie immer!!! Während ich voll Angst im Bett lag mit den irrsinnigsten Gedanken: halten die Häuser dem Sturm stand - lag er selig und ruhig atmend im Bett! ------------------------------------------------------------------------------------------------ Was war das für ein Rauschen vor unserem Fenster? Ein Wasserfall? Da war doch aber nur Wald... NEIN! Es war die Brandung des Meeres! Wie sehr musste das Meer getobt haben - wenn das Meeresrauschen in einer solchen Lautstärke in unser Zimmer drang! ------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Nacht war kurz - der Tag brach bald an - und nun stand unser letzter Ausflug auf dem Plan! --------------------------------------------------------------------------------------------------- LUCCA!!! Auch von Lucca hatte ich bis dato noch nichts gehört! Auch dieser Name war mir fremd! Aber er sollte mir nicht fremd bleiben! --------------------------------------------------- Diese kleine Stadt - mit ihren 87.000 Einwohnern - übte einen ganz besonderen Reiz auf mich aus! ---------------------------------------------------------- Wir begannen mit einem Spaziergang auf der völlig intakten Stadtmauer, die teilweise bis zu 30 m dick war und die die Altstadt umhüllte wie ein schützendes Kokon! 1 1/2 Stunden waren eingeplant! -------------------------------------------------------------------------- Zuvor wurden wir ausdrücklich über das Vorrecht der Radfahrer informiert - die gnadenlos ihre Vorfahrt forderten! Fussgänger hatten sich ganz links oder ganz rechts zu halten!BASTA!!! Will man nicht angefahren oder mit einem zornigen "Mamma mia" belegt werden - musste man sich an die ungeschriebenen Verkehrsregeln dieses kleinen Städtchens halten. ------------------------------------------------------------------------------------------------- "Mamma mia" wurde mir mit zornigen Blicken aus den Glutaugen einer hübschen Italienerin entgegengeschleudert! Ich hatte mich nicht an die Regeln gehalten!...lächel...sie wollte mich "überfahren"... ------------------------------------------------------------------------------------------- - ------------------------------------------------------------------------------------- Entlang der Stadtmauer hatte der Palazzo "Pfanner" aus dem 16. Jahrhundert meine besondere Aufmerksamkeit geweckt. Eine eindrucksvolle architektonische Anlage - voller Schönheit und Charme. Der gepflegte kleine Garten - oder war es ein Park? - war bestückt mit vielen schneeweißem Marmorstatuen. Von der Stadtmauer aus gesehen symbolisierte dies wirklich die "Grandezza des Italieners" und eine Welt, die Reichtum ausstrahlte. ----------------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------------------------------------------------- Irgendwann im 19. Jahrhundert hatte sich ein Bierbrauer namens Pfanner aus dem österreichischen Hörbranz diesen Palazzo angeeignet. Er eröffnete dort ein Brauhaus und brachte das erste Bier nach Italien! Der Hopfen dazu wurde importiert! Bier in einer Weingegend??? Ich glaube, das war nicht gerade das, was sich die Italiéner vorgestellt hatte! Heute ist die Brauerei stillgelegt aber der Palazzo befindet sich noch im Generationen-Besitz der Familie Pfanner. ----------------------------------------------------------------------------------- ....und selbst Hollywood hat dieses Märchengrundstück für sich entdeckt! Die eindrucksvolle Kulisse wurde bereits als Drehort für mehrere Filme ausgewählt. 1996 war Nicole Kidman dort zu Filmaufnahmen! Ich selbst kenne den Film nicht - aber mein ältester Sohn wusste sofort darüber Bescheid - ja, er kannte diesen Film mit Nicole Kidman. -------------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------- Wir spazierten in eine enge kleine unscheinbare Straße - die "Via Villungo"! Aber ganz schnell musste ich umdenken - denn wir befanden uns auf der "Prachtstraße" Luccas - obwohl von Pracht für mich nichts zu sehen war. Schaute man aber in die Auslagen der Geschäfte - dann konnte man unschwer erkennen, dass die ganz teueren Designer dort ansässig waren! Uhren - Taschen - Kleidung - Lederwaren - Schuhe - alles hochpreisige Nobelklasse! ------------------------------------------------------------------------------------------------- Der eigene Geldbeutel darf nicht zur "Magersucht" neigen, möchte man sich auf dieser Strasse ein paar Wünsche erfüllen! ----------------------------------------------------------------------------------------------- Ein kleines, unscheinbares Cafe in dieser "Prachtstraße" erweckte meine Neugier! Es war das "Caffè dei Simo!Ich stand vor dem Lieblingscafe Puccinis - in dem fast das ganze Mobiliar im Original noch vorhanden ist. Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert war dort der Treff großer Künstler und Schriftsteller - es war das Cafe der Freundschaften! Hatten dort evtl. die ersten Töne von Madame Butterfly ihren Ursprung?? ---------------------------------------------------------------------------------------------- Piazza Anfiteatro
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-------------------------------------------------------------------------------------------------------- Weiter ging es zum "Piazza Anfiteatro" - der auf den Ruinen eines alten römischen Amphitheaters errichtet wurde. Ich war erstaunt! Begeistert! Fasziniert! Der Platz war rund - einem Freilufttheater gleich - überall gemütliche bunte kleine Lauben, in denen man seine Seele beim Espresso baumeln lassen konnte! Liebevolle Gschäfte rundeten das Bild noch ab. Eine Kulisse, wie ich sie in einer solchen Schönheit in diesem Charme noch nirgendwo gesehen habe. ------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich war eine Fremde in der Fremde - aber dennoch fühlte ich mich auf diesem Platz zuhause! -------------------------------------------------------------------------------------------------- Und nun war unser Spaziergang fast zu Ende. Die 1 1/2 Stunden waren vorbei und wir bekamen die Zeit, auf eigene Faust dieses zauberhafte Städtchen zu erkunden. --------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------- Vorbei an der zweitgrößten Kirche St.Michele (die größte Kirche - den Dom mit dem "Heiligen Antlitz" hatten wir schon besichtigt) die auf dem Forum, einem alten römischen Marktplatz buntes Treiben zeigte - suchten wir nun nach dem "lächelnden hübschen Mann mit der Zigarette in der Hand" - den wir begrüssen wollten! Und wir fanden ihn! Er thronte auf einem grossen Sockel - schmunzelte - und allein sein Anblick war für mich Musik! ----------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------ ------------------------------------------------------------------------------------------------------ Wir standen vor dem Denkmal Puccinis! Er lächelte gutmütig zu uns herunter! Ein schöner Mann!! Man konnte sich gut vorstellen - dass er die Frauenherzen im "Staccato" gebrochen hat...Ein italienischer Lebemann - mit Musik im Blut..ein Genie! ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Puccini
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--------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es war ein absolutes Muss - neben dem Puccini-Denkmal - neben seinem Geburthaus mit unseren neu gewonnenen Bekannten einen Cafe zu trinken! Während wir über unserem "Cafe Amerikano" sassen - setzte leichter Nieselregen ein! Der Tag war schon fast vorüber - die Abfahrt Richtung Heimat war am nächsten Tag - sodass uns dieser Regen nicht weiter störte! -----------------------------------------------------------------------------------------
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------------------------------------------------------------------------------------------------- Als Letztes war eine Weinprobe auf einem umgebauten Bauernhof angesagt - mit Pasta - Platten mit Salami, Käse, eingelegten Tomaten, Oliven und natürich mit dem dort angebauten Wein - alles aus eigener Erzeugung. Kostenpunkt pro Person: 17 EUR! --------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------ Da ich selbst keinen Wein trinke - war der Preis für mich überzahlt! Drei Flaschen Rotwein - Preisklasse von....bis.... sowie drei Flaschen Weißwein...ebenfalls Preisklasse von....bis....standen zum Versuchen bereit. So kam mein Mann in den doppelten Genuss des Weines - während ich bei der Weinprobe über meiner Limonade "hing"! ----------------------------------------------------------------------------------------------------- Lediglich das - was als "Nachtisch" gereicht wurde - daran hätte ich mich auf Dauer "gewöhnen" können. Es war ein zuckersüsser Rotwein, dazu kleine Anis-Kekse - die hart wie Stein aber dazu gedacht waren, sie in dem Wein "weich" zu tunken ...und dann zu essen.... Ein GEDICHT für den Gaumen! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------------------------------------------------------------------------------------ Auch diese Stunden gingen viel zu schnell vorüber - und bevor wir die Fahrt zum Hotel antraten - wurde schnell noch im Hofladen Olivenöl - auch als Souvenir für unsere "Schenkenden" eingekauft. Dann fuhren wir das letzte Mal durch die palmenumsäumte Strasse zu unserem Hotel! ---------------------------------------------------------------------------------------------
--------------------------------------------------------------------------------------------------------- Herz Robin
Herz Mara
Herz Livia
-------------------------------------------------------------------------------------------- Es regnete nun ohne Ende - aber der Regen konnte mich nicht davon abhalten, mich von der Meeresbrandung zu verabschieden! Ein letztes Mal den Klang der aufpeitschenden Wellen in mich aufzunehmen - ein letztes Mal ein Herz in den Sand zu malen - für jedes meiner Enkelkinder - das war mein eigener Abschied von dieser wunderschönen Reise! ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Danke Steffen und Nicole! Danke Timo und Vivi! Danke Ilona! Danke Petra! Danke Sepp und Gertraud. DANKE!!!! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ihr habt uns ein Erlebnis erster Sahne beschert das uns in unvergesslicher Erinnerung bleiben wird. Und mit dem wir die ganze Liebe unserer Familie spüren konnten! DANKE!!! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- In der Hoffnung, dass auch Euch diese kleine Reise etwas Spass gemacht hat verbleibe ich mit den besten Grüssen bis zum nächsten Mal... .

Donnerstag, 4. Juli 2013

SLOWENIJA! Moja dežela! Ausflug nach Postojna und Izola!

ACH JA!!! Nun ist es bereits wieder einige Wochen her - als ich nach Slowenien gefahren bin um von dort aus die Fahrt nach Budapest anzutreten. Anschließend wollten wir nach Wien, wir wollten mit dem Fiaker fahren, wir wollten zum Schloss Schönbrunn und auf Sissis Spuren wandeln - und ich wollte unbedingt zum Zentralfriedhof an das Grab von Peter Alexander... und....und...und...aber der Wetterbericht versprach Regen...und Wien bei Regen?? No fun!!! ------------------------------------- Was tun??? In meinem Kopf begann es zu rattern.....ratter...ratter...wohin??? Fragende Blicke zu meiner Schwägerin und zu meinem "Angetrauten"! Postojna!!! Gute Idee - liebe Schwägerin - "Zweitfrau" meines Mannes, die als leibliche Schwester eine der wichtigsten Frauen in seinem Leben ist und bleiben wird - diese Idee greifen wir auf und machen uns einen schönen Tag..inmitten der Stalagmiten und Stalagtiten... --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Abend VOR Postojna-Antritt wurde mir natürlich wieder vermiest - durch SMS-en, die nicht hätten sein müssen - aber das ist jetzt vorbei, da meine Handy-Nummer aus diesem Grunde umgehend abgeändert wurde und diese für eine bestimmte weibliche Person für immer und alle Zeiten "unbekannt" bleiben wird! Dadurch gehören diese Belästigungen über mein Handy endgültig der Vergangenheit an! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Tag nach Postojna - damals - vor Wochen - am 3.5.2013 - versprach am frühen Morgen bereits strahlenden Himmel und der Himmel blieb strahlend an diesem Tag. Schmunzel...Engel haben keinen Regen...keine Wolken...kein schlechtes Wetter...! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...und nun werde ich versuchen - DAS, was in meinem Gedächtnis haften geblieben ist - niederzuschreiben. Es ist doch schon eine geraume Zeit verstrichen - auch sind in der Zwischenzeit andere Ereignisse auf mich eingestürmt, die meine Gedankenwelt in Anspruch genommen haben - aber ich werde mal versuchen, alles Wissenswerte (ohne Google-Suche) in den nachfolgenden Zeilen zu verfassen und es mit den Videos, die ich in Postojna gedreht habe, zu unterlegen. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich sage es mit MEINEN Worten - auch wenn vielleicht manches Wissenswerte fehlt - so weiß ich aber, dass ich mich nicht an anderen Informationen "bereichert" habe! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Postojna! - auf deutsch: "Adelsberger Grotte" - ist die schönste Tropfsteinhöhle Europas. Nicht die Größte! Aber die Schönste! Eine Tropfsteinhöhle - die 70 Millionen Jahre alt ist! 70 Millionen!!! Man muss sich diese Jahre mal zu Gemüte führen! Wie sah unsere Welt damals aus??? Dino-Saurier gehörten noch zum Bild dieser Erde...die Menschen?? Homo-Sapiens??? 70 Millionen Jahre! Undenkbar!!! Wie redeten die "Bewohner" damals? Wie war ihre Sprache? Hatten sie überhaupt eine Sprache - gab es überhaupt Bewohner?? Mein geschichtliches Wissen ist nicht so gross, um diese Fragen jetzt zu beantworten. Das darf JEDER gern für sich - wenn es ihn interessiert. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Lächel....was man jedoch 100%ig ausschliessen kann....es gab kein Internet!!! Es gab kein Auto! Es gab kein elektrisch Licht - und es gab keine Pille - was gab es überhaupt- damals - vor 70 Millionen Jahren??? ....aber - wenn menschliches Leben existierte - Liebe gab es allemal! Denn sonst WÄREN wir heute nicht!!!! ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was die Postojna-Grotte betrifft: nur ein kleiner Teil ist für Besucher erschlossen! Ein "kleiner" Teil - der aber trotzdem in unserer Vorstellung einen sehr großer Teil beinhaltet, da die Höhle sehr weiträumig ist. (Nebenbei möchte ich noch erwähnen - dass es rund um Postojna noch einige kleinere Höhlen zu besuchen gibt - u.a. Skocjan. ) Kalt ist es in der Grotte - kalt und feucht - und wer nicht die richtige Kleidung trägt, kann sich am Eingang eine Jacke leihen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Eine kleine Eisenbahn wartet auf die Besucher, mit der man vier Kilometer und mit großem Hallo in den Bauch des Berges fährt - in dem uns bei einem Rundgang von ca. 5 km eine andere Welt erwartet... Wir fahren in eine Vergangenheit - die viele Denkanstöße gibt! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Postojna! Die Eintrittskarten (so ist in meinem Gedächtnis haften geblieben) kosteten für Rentner 18.50 EUR. Und nun hiess es: sich an einer endlosen langen Menschenschlange anzustellen, die alle in die Höhle einfahren wollten. Sämtliche Nationen waren versammelt...ein Stimmengewirr - ein Sprachengequirle - das man nicht mehr auseinander halten konnte - wobei man jedoch an vielen Gesichtern erkennen konnte, welchem Kontinent man die Besucher zuzuordnen hatte. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hier - ich wiederhole das immer wieder und schweife jetzt kurz ab - war ich aufs Neue fasziniert...alle Menschen sind gleich ausgestattet - Augen, Nase, Mund - und innendrin "im Skelett" - sind wir auch alle gleich - aber äusserlich ist JEDER Einzelne so verschieden - ein Unikat - dass man - wenn man sich näher damit befassen möchte - durch seine eigenen Gedanken fast erschlagen wird. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Aber ich möchte jetzt nicht philosophieren... Begleitet mich nun einfach zum Eingang in die Postojna-Höhle..macht Euch auf Jubel und Lebensfreude gefasst... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Eingang zur Postojna-Grotte ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------...und nun nehmt Platz...fahrt mit mir hinein..in die Vergangenheit...in denen ein Jahr nicht mal ein Wimpernschlag zählt... --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Einfahrt in die Grotte -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...und noch ein bisschen Fahrt mit dem kleinen Zug.. ^ -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....nun waren wir im Bauch des Berges angekommen! Viele Menschen waren versammelt - Hinweis-Schilder waren angebracht - unter welcher Sprache die Führung vonstatten ging..- und nun lauscht einfach den paar Worten unserer deutschen "Höhlenführerin" - die ich eigentlich in Schrift hier nicht wiederholen brauche. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Leider war es verboten - während des Rundgangs in der Höhle zu fotografieren. Die Höhlenführerin wies immer wieder die Besucher in die Schranken - aber trotzdem packte auch ich die Möglichkeit am Schopfe, dem Verbot entgegenzutreten. Jedoch ich fühlte mich alles andere als wohl dabei. Nur..ich wusste, dass ich dieses posting schreiben werde - und ich wollte einfach den Menschen, die interessiert sind, wenigstens einen "Hauch" selbst-erlebte Höhlengänge aufzeigen. Aber aus diesem Grunde ist der "Rundgang" von meiner Seite aus begrenzt. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Faszinierend der Hinweis, dass die Tropfsteine in 20 Jahren lediglich einen Millimeter wachsen. Die Stalagniten (die stehenden Tropfsteine) von unten nach oben - die Stalagtiten (die hängenden Tropfsteine) von oben nach unten - treffen sich in einigen Fällen nach Millionen von Jahren in der Mitte und verbinden sich zur Säule - zum Stalagmat. In Postojna wurden wir damit verwöhnt . Ich stand vor diesem Stalagmat - der 8 Millionen Jahre benötigte, um so zu sein, wie ihn die Nachwelt heute erleben kann. 8 Millionen Jahre! Was ist da unser Leben dagegen? Wirklich nur ein Wimpernschlag! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Schämen musste man sich über einige unserer vorlauten Landsleute, da sie sich während der Höhlenführung mit den dümmsten provozierenden Äusserungen der Fremdenführerin gegenüber proletenhaft benahmen, als wären sie die Allergrößten. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Auf die Frage dieser jungen Frau an die interessierten Höhlenbesucher vor dem Stalagmat: - wie alt schätzen Sie diese Säule - antwortete ein vorlauter junger Mann: 2 Jahre! Es war peinlich - und ich schämte mich für einen Unbekannten. Er hatte auf "Lacher" gehofft - aber es war nur betretenes Schweigen. Er stand vor einem 8 Millionen alten Tropfstein, der sich verbunden hatte - und sagte: zwei Jahre! Dümmer ging es nicht mehr! Man sollte sich in einem fremden Land so aufführen, dass es nicht zur Peinlichkeit für Andere wird. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein weiterer junger Mann war so dumm zu fragen: leben hier auch heute noch Dino Saurier? Auch er hatte auf "Lacher" gehofft - die sich nicht einstellten. Innerlich war ich entsetzt - auch über eine störende Gruppe pubertierender Schüler...die irgendwann von den anderen Besuchern in ihre Schranken gewiesen wurden. Letztendlich wollte niemand "Pöbel" erleben - sondern die Fasziniation des Entstehens dieser Höhle. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Wir kamen in herrliche Tropfsteingebilde...von denen die Stalagtiten wie Vorhänge von der Decke wuchsen- Wir erreichten den Spaghetti-Saal - in der Hunderte von dünnen Tropfsteinen von oben nach unten strebten - ...es war pure Fasziniation und so wunderschön anzusehen, dass sich Sprachlosigkeit einstellte. Welche Wunderwerke waren in Postojna doch verborgen - die dem Besucher erschlosssen wurden - aber wieviel Wunderwerke sind NOCH in dieser Höhle, die unerschlossen sind? Sehr Vieles ist noch unbekannt - und es kommt immer wieder ein neues Stückchen "Höhle" hinzu. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die in Millionen Jahren gewachsene Form einer "Henne" veranlasste die Höhlenführerin zu dem Hinweis: Hier brauchen Sie nicht mehr zu fragen - WER war zuerst da...das Ei..oder die Henne..Hier ist der Beweis: Die "Henne"!. Sie hatte die Lacher nun auf ihrer Seite! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich selbst war ja bereits vor vielen Jahren in dieser Grotte..und ich hatte in Erinnerung: es gibt Lebewesen - Grottenolme - auch "Menschenfisch" genannt. Die ganzen Jahre bin ich davon ausgegangen - dass dieses aalähnliche Lebewesen "Menschenfischlein" genannt wird, da es vorne drei menschenähnliche Finger und hinten zwei menschenähnliche Zehen hatte. Schon vor Jahren habe ich dieses Höhlengetier fasziniert angestarrt. Damals aber hatte ich bei der Führung nicht aufgepasst - denn sonst hätte ich gewusst - dass der Menschenfisch nicht wegen der Zehen und Finger so genannt wird, - sondern wegen seiner weiß-rosa-fleischigen Farbe - der menschlichen Haut gleich. Das Menschenfischlein: Ein Albino-Getier...! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Laut "Führerin" (ich habe mich nicht in google überzeugt) - wird der Grottenolm schwarz - wenn Tageslicht an ihn fällt. Ob es stimmt? Ich weiß es nicht! Denn dieser Menschenfisch lebt ja in der Höhle. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ein Olm, der in stehenden Höhlen-Gewässern sein Dasein fristet - und der - man kann es fast nicht glauben - ACHT Jahre ohne Nahrung ausharren kann. Ich wollte dazu wissen - was google sagt - google spricht sogar von bis zu 12 Jahren. Unsere Höhlenführerin jedoch erwähnte acht Jahre - und diese acht Jahre bringe ich auch hier zum Ausdruck. Die Lebenserwartung des Olms beträgt 70 Jahre. Legt man seine Nahrungsaufnahme zugrunde - hat er während seines Höhlen-Lebens sehr wenig für seine "kulinarischen" Genüsse getan...(kleiner Scherz am Rande..) ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Führerin erlaubte sich ganz am Ende noch einen kleinen "Spass"!! Sie schaltete ohne Vorankündigung am Hauptschalter das Licht der Höhle ab. Tiefste Dunkelheit um uns...Panik....das Auge gewöhnte sich an NICHTS! Es war NUR dunkel! Man wäre verloren.... Mich hat diese Dunkelheit dazu veranlasst - dass ich das nächste Mal mit Sicherheit eine kleine Taschenlampe einstecken werde.. Dieses "Spässchen" macht sie nicht mehr - wenn ich dabei bin... --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ ...und nun waren wir im Festsaal der Grotte angelangt....in dem a`capella- Konzerte stattfinden! Instrumente würden wegen der hohen Luftfeuchtigkeit Schaden tragen - aber die Akkustik bietet sich für einen Chor - oder für einen einzelnen Sänger regelrecht an! Man benötigt da keine Instrumente... ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ..und von diesem Festsaal aus starteten wir wieder in der kleinen Bahn - die bereits auf uns wartete - Richtung Tageslicht! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nehmt Platz...noch einmal ein bisschen Höhlenfahrt...Wem schwindlig wird...wem es zuviel wird...lächel...bleibt in der Höhle zurück.... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ausfahrt aus der Grotte: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Endstation...der Höhlenbesuch war zu Ende und am Ausgang wartete noch eine besondere Überraschung auf uns.. Ein unterirdischer See - mit einem Wasserfall. Ich habe versucht, dies aufzunehmen - es ist nicht besonders gut geworden - aber man kann sich ein bisschen ein Bild davon machen, WAS in dieser Höhle zu Postojna doch alles geboten wird. Eine Höhle, die zudem in eine wunderschöne bergige Gegend eingegliedert ist.. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Endstation - "See mit Wasserfall" ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Blendende Sonne...trockene Luft...Welch Unterschied zu der vergangenen Stunde im Dunkeln - in der Feuchtigkeit - nun wieder an der "Oberfläche" - im Licht - angekommen zu sein. Die Stunde in der Grotte hat die "Frisur" gekostet und ich sah aus, wie aus dem Wasser gezogen..was aber meiner Begeisterung über dieses Erlebnis keinen Abbruch machte! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ........und nun zum Abschluss noch ein bisschen "Izola" - ein bisschen "morje"...ein bisschen Süden...! Izola - das nur eine halbe Stunde von Postojna entfernt liegt - um dann endgültig den Tag zu beschliessen mit der Rückfahrt nach Maribor. Ein ausgefüllter Tag neigte sich seinem Ende - ein Tag mit einem tollen Erlebnis.. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Slowenien ist ein Land voller Überraschungen und voller Schönheiten...egal - ob in den Bergen oder am Meer - Slowenien hat ALLES zu bieten - zusätzlich: liebenswerte Menschen mit einer noch liebenswerteren Gastfreundschaft. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nun sage ich "tschüss" - und lasse euch auf die neue "Liebesbrücke" von Maribor blicken, die langsam bestückt wird mit Schlössern, in denen die Liebe der Herzen eingefangen wurde ...und schwupp...wie in Köln in den Rhein oder in Heilbronn in den Neckar - so in Maribor in die Drau - der Schlüssel geworfen wird! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....und als Abschluss für diese wunderschönen Tage - die über Budapest nach Postojna an die Adria gingen werde ich nun ein Pohorska Omelet geniessen....und das Kalorienzählen dabei vergessen... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und nun mache ich einen großen Sprung vom 3.5.2013 bis Ende Juni - zu dem Moment, als ich mich entschlossen hatte, wieder mit nach Slowenien zu fahren. Ich freute mich auf ein paar ruhige Tage in Maribor...mit Spaziergängen...auf Pohorska-Omelet und panierte Hähnchen, auf Potica und Heidensterz - und auf das ausgiebige Salatbuffet von "Q-Landia" - einem Einkaufszentrum 200 m von unserem Haus entfernt. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich freute mich auf Seele baumeln lassen - auf schöne Leselektüre und auf mein Digitalklavier...freute mich auf meine neue Kodak-Digi-Cam, die ich ausgiebig studieren wollte - aber diese Freude musste ich streichen, denn mein Mann hatte Anderes im Sinn...bei ihm war angesagt: Meer - Möwen und Sonne. Protest von mir - dass ich nicht die passende Kleidung eingepackt hatte - überging er mit den Worten, dann kauf dir hier eben das, was du brauchst. Hab ich natürlich NICHT getan - denn ich bin in den Mariborer Geschäften nicht "zuhause". Die paar Tage werde ich schon "schaffen" - das Wasser an der Adria ist sowieso noch nicht warm genug für mich ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Nach ein paar Tagen der "Maribor-Ruhe" ging es irgendwann los..Richtung Süden... --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
...und nun möchte ich gar nicht mehr viel schreiben...ich lasse meine Videos sprechen - meine Videos über meinen "Kurzaufenthalt" in Izola -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ankunft in Izola ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Am Strand von Simonov Saliv -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bambus-Bar in Simonov Saliv ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Sonnenuntergang in der Marina Izola -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Luxusyachten in der Marina Izola -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Blick auf Izola -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wellenrauschen -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- noch ein bisschen Wellen, die ans Ufer schlagen... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und mit dem Flüstern, dem Rauschen des Meeres und des Windes verabschiede ich mich nun von den Menschen, die mir ungeheuer wichtig sind und die ich ins Herz geschlossen habe! Das sind Peter, Helga, Mary, Christine, Gisela, Hartmut und Harald! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bald werde ich eine längere Reise antreten und in diese Reise sind meine Kinder und Enkelkinder mit eingebunden - für die wir bereits eine schöne Ferienwohnung direkt am Strand von Izola gebucht haben! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich freue mich auf die Törns - obwohl in mir immer Angst mitspielt - Angst vor der Bora - Angst vor dem Hängenbleiben in irgendeiner Bucht, wenn das Wetter "Gefahr" meldet - und ich freue mich tierisch auf Enkelkinder° -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ganz besonders sehne ich mir die Stunden mit Mara herbei mit der ich den Mond und die Sonne und die Möwen "ansingen" werde! Ich freue mich auf die kleinen selbst erfundenen Geschichten, die aus den Momenten heraus entstehen - freue mich auf ihre erwartungsvollen Augen und darauf, dass sie nicht genug bekommen kann... Ich freue mich auf meinen Sohn - meine Schwiegertochter...und ich werde diese Zeit richtig geniessen. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....und ich glaube - jetzt hab ich mir nochmals ein Stück Kuchen verdient...(eine neue Version meiner klassischen Käsesahne - abgewandelt mit frischen Erdbeeren) -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Leider kann ich nur eine virtuelle Einladung aussprechen: Nehmt Platz - der Tisch ist gedeckt und es ist noch viel Kuchen da!

Mittwoch, 29. Mai 2013

B U D A P E S T !

BUDAPEST! So wird der Städtename bei uns ausgesprochen - aber da ich mit einem slowenischen Reisebüro unterwegs war - hörte ich an diesem Tag immer nur: "Budapeschta" - was mich zum "Umdenken" veranlasst hatte. Die Schreibweise in slowenisch ist anders als ich hier erwähnt habe - aber die Buchstaben befinden sich nicht auf meiner Tastatur! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Lächel - also..ich berichte nun über BUDAPESCHTA! Durch Zusammenlegung der selbstständigen Städte - Buda - Obuda - Pest entstand 1873 Budapest, die größte Stadt Ungarns, die sprachgebräuchlich jedoch Pest-Buda genannt wurde. Das weiß wohl fast Jeder - aber ich möchte dies am Anfang erwähnen - es gehört einfach zu meinem nachstehenden Reisebericht - den ich mit einem Czardas und mit einer Melodie aus der Czardasfürstin - einer uralten Filmaufnahme aus den 30ern - einstimmen möchte. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Endlich war er da, der Tag, dem ich mit großer Erwartung und mit noch mehr Sehnsucht entgegengefiebert habe. BUDAPEST! -------------------------------------------------------------- ..... ein Klang in meinen Ohren - ein Klang nach Paprika, nach Puszta, nach Piroschka - nach Farbenpracht - nach folkloristischer Kleidung - trauriger und feuriger Musik - nach weinenden und schluchzenden Geigenklängen - nach Glutaugen..nach weiblicher Schönheit und männlicher Leidenschaft - nach Temperament...... ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Genau solche Bilder haben meine Gedanken beflügelt - und da ich vor vielen Jahren einen Ungarn kennengelernt hatte bei dem mein Herz in Staccato ausgebrochen ist - der ALL dies verkörperte - Temperament, Schönheit, Leidenschaft, Augen voller Glut und Feuer - und der in meinen Gedanken zu einem Mythos geworden ist - war ich nur noch voller Vorfreude! Ich wollte dieses Budapest in mich aufsaugen..ihm eine Ecke unvergesslicher Erinnerung widmen.. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was machte es aus, dass wir von einem slowenisch sprechenden Fremdenführer begleitet wurden...ich hoffte auf die "Simultan-Übersetzung" meines Mannes. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Leider aber hätte mir meine Gesundheit fast einen Strich durch all diese Träume gemacht. Jedoch durch strikte Einhaltung der ärztlichen Vorschriften und durch Einnahme starker Antibiotika sowie das Wegdrücken aller äusseren Einflüsse (Privat-Telefonate mit Internet-Leuten, Mails mit diesen) die mir nachweislich nicht gut getan haben - konnte ich die Reise mit einigen Tagen Verspätung nach Slowenien antreten - und somit auch die Reise nach Budapest. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------- Eigentlich wollte ich mich noch durch eine Reisebeschreibung "schlau" machen - da Budapest mir von Allen als wunderschön geschildert wurde (Einer meiner realen Freunde hat sich in dieser Stadt den Zahnarzt seiner Wahl gesucht und dies mit Urlaub verbunden Er schwärmte in den höchsten Tönen von dieser Stadt) - aber bedingt durch meine gesundheitliche Verfassung hatte ich keine Möglichkeit mehr, eine Buchhandlung aufzusuchen. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein Rumklicken in google - das ist nicht so mein Ding und macht mir auch keine Freude. Bedingt durch das sprachliche NICHT-VERSTEHEN werde ich nun mit meinen eigenen Worten meine Erlebnisse schildern und ich bitte den Leser ein Auge zuzudrücken, dass ich nicht viel Geschichtliches bezüglich der Sehenswürdigkeiten berichten kann. Alles Interessante und Wissenswerte wurde in dem vollbesetzten Bus, in dem ich die einzigste Deutsche war - in slowenischer Sprache erzählt - was man auch teilweise aus meinen Videos entnehmen kann. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Was ich meinem Leser hier nahe bringen möchte sind keine Jahreszahlen oder Entstehungsgeschichten - sondern einfach nur das Flair einer zauberhaften Stadt mit dem Bummel durch die Strassen! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- BUDAPEST! Es ist keine Weltreise - erst Recht nicht von Maribor aus - und doch war diese Stadt nahezu über Jahre so gut wie unerreichbar für mich. Unerreichbar - weil ich lange Zeit mit meinem Wunsch und dessen Erfüllung alleine blieb. Bis zu dem Tag, an dem ich meinem Mann ein Ultimatum stellte: Entweder - du begleitest mich - oder ich gehe alleine. Und mit Sicherheit wäre ich auch alleine gegangen - denn für mich war jetzt einfach der Zeitpunkt gekommen - mir selbst eine Freude zu machen! ...wie sagt man so schön?? Mich selbst zu "lieben"!!! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nach der Entscheidung (ich liess ihm nicht viel Zeit) war auch er selbst in einer Erwartungshaltung, in der man seine Freude spürte. ------------------------------------------------------------------ Männer!!!! Sie müssen immer auf ihr Glück mit der Nase gestossen werden!!!! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....und nun war er da! Der herbeigesehnte Tag!! Bei Morgengrauen und Vogelgezwitscher warteten wir auf den Bus, der in Ljubljana gestartet ist .....um - nach dem Einsteigen und nach allen Seiten mit freundlichem "dobre jutro" die bereits in Laibach zugestiegenen Fahrgäste zu begrüßen - dem slowenischen, noch verschlafenen Städtchen zuzuwinken...TSCHÜSS - Maribor!!!! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Liebliche Landschaften, die Slowenien grundsätzlich aufzuweisen hat - weiche Berge und Hügel, versehen mit dem frischen Grün des Frühlings - Häuser, kleine romantische Kirchen - durch die Nebelschwaden der Morgenstunden wie aquarellartige Farbtupfer von Künstlerhand hingesetzt - verliehen dem aufsteigenden Tag einen ganz besonderen Reiz. Die schlaflose Nacht zuvor konnte mir nichts anhaben! Ich genoss jedes Detail dieser Natur! . ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ .....und auf einmal - von mir fast unbemerkt - waren wie über der Grenze - und ich befand mich in Ungarn. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Hab ich gedacht, die Luft riecht hier anders? Nein - sie war dieselbe! Hab ich gedacht, die Wolken sind rosarot? Nein - es waren dieselben Wolken wie in Slowenien..´..aber die Landschaft - die änderte sich! Die weichen Hügel Sloweniens gingen über in karge, triste, topfebene Gebiete - in denen weit und breit keine Häuser mehr zu sehen waren - nur das Sumpfgebiet des Balaton - links und rechts keine Bäume - keine Blumen - nichts, aber auch überhaupt NICHTS das auf den Frühling hingewiesen hätte. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Es war ein bedrückendes Bild für mich! War das Ungarn??? Sumpf - überall nur Sumpf??? Wo ich hinschaute...!!!! Spätestens jetzt wusste ich - ich hätte mich wirklich informieren müssen! Irgendwann sah ich mal in der Ferne den Plattensee - von dem ich weiß, dass dort Leben und Treiben und Fremdenverkehr herrscht - aber er war viel zu weit weg ! Keine Menschenseele war zu sehen - kein Leben ...nichts..nichts..nichts! Nicht mal ein Bauer auf den Feldern... Gab es in dieser Region rund um den Balaton ausser nistenden Vögeln und quakenden Fröschen noch sonstiges Leben? Sicher gab es das! Aber NICHT in diesem Gebiet - durch das uns der Bus drei Stunden lang Richtung Budapest "schaukelte". -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich war verwöhnt durch die Lieblichkeit Sloweniens - und in meinem Kopfkino sah ich all das, was meinen Vorstellungen von Ungarn entsprach..Feurige Reiter...feurige Musik...und Temperament! So träumte ich mich unserem Ziel entgegen.. und als das Schild: BUDAPEST zu lesen war - wußte und spürte ich: JETZT werde ich entschädigt für diese Trauerlandschaft, durch die wir drei Stunden gefahren sind. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Und nun kam unser Reiseleiter zum Einsatz - er erklärte mit einem Redeschwall, zu welcher Sehenswürdigkeit wir nun fahren und wo wir uns im Moment befinden - jedoch: ich verstand nichts! Gar nichts. Hatte ich die Hoffnung, in meinem Mann einen Simultan-Übersetzer gefunden zu haben - so merkte ich jetzt, dass die "geflügelten" Worte "die Hoffnung stirbt zuletzt" für mich in diesem Moment keine Gültigkeit mehr hatten! Natürlich versuchte er mir, einige Dinge nahe zu bringen - aber der Reiseleiter redete wie ein Wasserfall - da muss man "Simultan"-Übersetzung schon als Studium gehabt haben. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Meine Gedanken: "ok - Wissenswertes entnehme ich google" - habe ich wieder verworfen - wie schon oben erwähnt. JEDER kann sich in google schlau machen - da muss man nicht persönlich in einer Stadt gewesen sein. Ich werde nun mit meinen eigenen Worten berichten, die nicht viel Geschichtliches zum Inhalt haben werden. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Neugierig war ich, als der Bus Richtung Gellertberg fuhr. Irgendetwas hörte ich von einer "Zitadelle"..tja...und da verliess mich schon meine Allgemeinbildung - bzw. meine Unkenntnis, die ich mir mit einer Lektüre hätte verbessern können. Im ersten Moment dachte ich an ein altes geschichtliches Gefängnis...aber..die Kanonen , die vor den Mauern platziert waren - haben diese Gedanken gleich wieder zunichte gemacht. Auch die Freiheitsstatue auf der Zitadelle - das alles passte nicht zu einem Gefängnis und erst Recht nicht in meine logische Denkungsweise. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Hinweisschilder - die zu lesen waren - tja...man sollte die ungarische Sprache beherrschen..dann wüsste man mehr - oder man sollte perfektes Slowenisch verstehen - dann wüsste man es auch - oder einen Mann haben, der schnell übersetzen kann...oder....oder...oder... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Aber es dauerte nicht lange - und ich wusste - dies ist die Festung, die in den Jahren 1850 bis 1854 erbaut wurde - errichtet aus den Erfahrungen der März-Revolution 1848/1849 - hervorgerufen aus den Unruhen mit denen die Ungarn gegen die Unterdrückung der Habsburger ankämpften. (...aber nun tat sich mir doch noch die Frage auf - lag ich eigentlich so falsch mit meiner Meinung, dieses Bauwerk diente als Gefängnis?? Waren nicht früher auch viele Festungen als Gefängnis ausgelegt?) Diese Festung auf dem Gellertberg - mit einem herrlichen Ausblick über Budapest und das Donaudelta - sollte die Budapester Bevölkerung an die Oberherrschaft Österreichs erinnern, Heute ist sie ein beliebter Ausflugspunkt und ein MUSS für jeden Touristen. Leider konnte ich selbst nur ein oberflächliches Bild in mich aufnehmen, da einfach zu wenig Zeit eingeplant war. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Zitadelle ist ein großes monumentales Bauwerk - 220 m lang - 60 m breit - die Mauern haben einen Durchmesser von 3 m. Die Freiheitsstatue auf der Zitadelle thront über Budapest - ist weit sichtbar und sie hat in mir ein Gefühl großer Revolutions-Kämpfe ausgelöst. Heute gehört die Festung zum Unesco-Weltkulturerbe- wie so viele Sehenswürdigkeiten Budapests zum Weltkulturerbe gehören. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Aber ich lassse nun mal ein paar kleine Videos für sich sprechen...sie sind nicht besonders gut geworden - auch meine Moderation lässt zu wünschen übrig - jedoch glaube ich, dass dies nicht so wichtig ist. Wichtig ist mal ein bisschen "Einblick" und "Ausblick" zu den Sehenswürdigkeiten, die ein großer Anziehungspunkt für die Besucher aus aller Welt sind! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ausblick von der Zitadelle auf die Donau und auf Budapest Zitadelle ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nach dem zauberhaften Ausblick auf Budapest mussten wir - wie das bei Reisegesellschaften so üblich ist - minutengenau am Bus sein - nachdem ich meinem Mann nachdrücklich eingeschärft hatte - aufzupassen - wann die Weiterfahrt stattfindet. Im normalen "deutschen" Leben verlässt er sich hier immer auf mich und meine Aufmerksamkeit. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Bei meinem Weg Richtung Bus - vorbei an den vielen kleinen Souvenirständchen - konnte ich meine Leidenschaft nicht mehr zügeln..überall lachten mich Puppen an..und ohne ein Erinnerungsstück hätten mich keine 10 Pferde zum Bus gebracht! Ein Erinnerungsstück, das mich immer in diese Stunden zurückversetzen wird, die ich bei strahlendem Sonnenschein auf der Festung mit einem Traumblick auf Budapest und in Harmonie mit mir selbst genossen habe. Natürlich war dies ein Schnell-Kauf - auch unüberlegt - nicht wissend, dass mir viel schönere Puppen "begegnen" werden - aber die Freude an diesem neuen Zuwachs in meiner großen Puppenfamilie konnte nichts mehr schmälern! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...aber nun..schnell...schnell...in den Bus einsteigen...losfahren..Richtung Donaubrücke - Richtung Innenstadt..! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Der Zauber dieser Stadt nahm mich völlig gefangen! Die Fahrt durch die längste Verkehrsstraße Budapests mit den aneinandergebauten Stadthäusern - die Häuserfronten mit verspielten Balkonen - erinnerten mich nicht nur an Wiesbaden - sondern auch an Paris, an Wien! Es gibt eigentlich keinen Ausdruck für das, was ich in einer Vielfalt in mich aufgenommen habe...Nur drei Worte haben für mich Gültigkeit: Fantastisch! Einmalig! Wunderschön! Budapest, das für mich ein Strahlen hatte und das pulsierendes Leben zeigte! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Beim Vorbeifahren am Heldenplatz - ebenfalls ein Unesco-Weltkulturerbe - mit der Kolonnade - einem halbkreisförmigen Gebäude aus Säulen - und dem Milleniumsdenkmal - einer 40 m hohen Säule, auf deren Spitze ein Abbild des Erzengels Gabrikel thronte - bekam ich einen Einblick über die Vielfalt der Sehenswürdigkeiten. Laut Überlieferung ist dem ungarischen König der Erzengel mit der ungarischen Krone in der einen Hand und dem Doppelkreuz in der anderen Hand erschienen und befahl ihm, Ungarn zum Christentum zu bekehren. Was dann - laut Überlieferung - auch geschah. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wir passierten die St.Stephans-Basilika - und hier hoffe ich, dass ich mich mit dem Namen nicht vertan habe..aber zu 99% ist dieser Name noch in meinem Gedächtnis für dieses Gotteshaus --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...aber nun lasse ich einfach mal das Straßenbild sprechen! Ich möchte Euch mitnehmen und lade Euch zu einer virtuellen Stadtrundfahrt ein! Setzt Euch neben mich - ich rücke zur Seite! Lasst Euch einfach von dem Straßenbild berieseln..lasst Euch nicht beirren - durch die Erklärungen unseres Reiseleiters! Mein Dazwischengequacke - auch hier..lasst auch nicht beirren! Was sollen jetzt viel Worte bringen? Der Fremdenführer redet seinen slowenischen "Wasserfall" - ich habe Berührungsprobleme - im Bus das Video zu besprechen - weil ich ja nichts übersetzen kann...aber geniesst jetzt einfach das Budapester Straßenbild: -------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fahrt über die Donaubrücke Fahrt durch die Hauptstraße Budapests Weiterfahrt durch die Hauptstraße ..noch ein Stückchen Fahrt auf der Hauptstraße, in der am Abend das Nachtleben erwacht, von dem man tagsüber nicht viel merkt... --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- HAAALT!!! Zwischenstopp beim Parlament - welches uns unser Reiseführer nahe bringen wollte. Und WIEDER verstand ich nichts - und WIEDER konnte mir mein Mann nicht viel übersetzen - ausser, dass der Landtag darin untergebracht ist und wieder musste ich mich ein bisschen auf eigene Faust schlau machen.. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Dieses Gebäude, das als Sitz des ungarischen Parlaments dient, liegt direkt am Donauufer. Es ist 268 m lang und 123 m breit. Erbaut wurde es von 1885 bis 1904 und als Vorbild diente der Sitz des britischen Parlamentes in London. Wie man anhand meines Videos oder des Fotos erkennen kann, ist dieses Parlament im Moment eingerüstet für Renovierungsarbeiten. Der Blick auf dieses Gebäude mit seiner Architektur war einfach nur überwältigend. Leider konnten wir nur zum fotografieren hier aussteigen..und mussten gleich wieder zum Bus zurück.. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- PARLAMENT: -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- MITTAGSPAUSE!!! BUMMEL DURCH DIE EiNKAUFSSTRASSE!!! 3 Stunden standen uns zur Verfügung, Budapest auf eigene Faust zu erkunden! Ein multi-kulti-Sprachgewirr empfing uns:Japaner, Chinesen, Franzosen, Deutsche, Engländer - ich fühlte mich wie in der großen weiten Welt aber fühlte mich gleichzeitig wie eine kleine "Provinzgans" aus dem Schwabenland... obwohl ja Stuttgart nicht gerade klein ist und auch ein wunderschönes Stadtbild zu bieten hat. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wir befanden uns nun in der Fussgängerzone der berühmtesten Einkaufsstrasse: der Vaci-Straße. Diese Straße ist in zwei Teile geteilt. Der eine Teil davon liegt nördlich und der andere südlich von der Elisabethenbrücke. Im nördlichen Teil - in dem es von Touristen nur so wimmelt - sind viele niveauvolle Geschäfte im Erdgeschoss der Häuser untergebracht - Der südliche Teil ist etwas ruhiger und vermittelt eine historische Stimmung. Die Mieten in der Vaci-Straße sind - wie uns unser Reiseführer sagte, sehr hoch - und die Mieter wechseln oft, weil es einfach für Viele unbezahlbar ist. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich wurde ganz hippelig - und war ausser mir vor Begeisterung - als ich die vielen bunten Folklore-Läden mit bestickten Blusen - wunderschöner Kinderkleidung sah - und ich wurde noch hippeliger, weil ich merkte, dass mein Mann mich von diesen schönen Dingen einfach weg- und weitergezogen hat! Heeee!!! Mann DU!!!!! Du hast Enkelkinder!!!! Diese Kleidchen, Röckchen und Blüschen bekommen wir nicht in Deutschland!! Jeglicher Protest half nichts!! Seine Worte: du hast deine Puppe - das reicht! Hallo!!!! Nichts reicht!!! Protest! Protest! Protest! O.K. - ich hab nachgegeben..vorerst..!!! Denn ich werde bei nächster Gelegenheit wieder nach Budapest fahren und dann gibt es für meine Wünsche kein Pardon! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Aber nun genug "gemeutert"...ich werde mir schon noch meine Wünsche erfüllen! Wenn nicht jetzt - dann später! Geht mit mir nun durch die Vaci-Straße und begleitet mich! Geniesst das Flair und den Charme dieser Stadt mit den vielen internationalen Touristen mit seinem Sprachengewirr! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- EINKAUFSSTRASSE - VACI-Straße -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Langsam meldete mein Magen: HUNGER! Wohin?? Wo schmeckt es?? Sollen wir zum Essen IN die geschlossenen Räumlichkeiten von einem Restaurant - oder unter freiem Himmel während des Essens das ganze Treiben auf uns wirken lassen?? Wir wählten die zweite Möglichkeit- und entdeckten ..."schau mir in die Augen Kleines" - das Restaurant "Casablanca"!! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Also WEG - WEG - WEG mit den unangenehmen Gedanken - und Platz nehmen im Casablanca - in Mitte der Vaci-Straße bei pulsierendem Touristenverkehr! ...uuuuund??? Was isst man??? Na - eigentlich doch "ungarisches Paprika" oder Gulasch! Wenn man schon in dieser Stadt ist! Scharf, würzig - danach stand mir in diesem Moment mein Gourment-Sinn ! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Enttäuschung jedoch über dieses Essen wirkt noch heute in mir nach! Von Schärfe und Würze - keine Spur! Die Paprikaschote selbst war hart - nicht genug gegart...lasch..fad...ohne Feuer...ABER: teuer! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...lächel... ich habe bis zu diesem Moment auch nirgendwo heiße und feurige Ungarn gesehen, warum sollte dann das Paprika anders schmecken.... Lächel...das war jetzt gemein von mir!!!! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein Touristenessen - für das sich der Gastronom nicht sehr anstrengen muss - denn die Gäste sind ja "Durchgangsgäste". Aber - ich lege eigentlich auch bei solchen Reisen nicht unbedingt großen Wert auf das Essen - sondern ich lege Wert drauf was die Stadt mir an buntem Treiben bietet...somit war diese kulinarische Enttäuschung auch nicht besonders schlimm für mich! -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Shopping-Zeit neigte sich dem Ende - und wir hatten noch die historische Markthalle auf der "Peschta-Seite" als Ziel, die uns unser Reiseleiter sehr ans Herz gelegt hatte. Diese wollte ich auf KEINEN Fall versäumen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Schon beim Eintritt sah ich die Verkaufsstände mit einer Vielzahl an Salami - gebundenen Peperoni-Zöpfen - ungarischen Spezialitäten - und ich wurde fast "erschlagen" von dieser Angebots-Vielfalt. Aber ausser einem handgeschnitzten Schachspiel für meinen Enkel Robin haben wir nichts zum "Geldumtausch" beigetragen. Buntes Leben, lebhaftes Treiben - internationales Stimmengewirr unter historischen Dächern..lasst auch dieses einfach auf euch wirken! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- MARKTHALLE ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ....raus aus der Markthalle - und bei strahlendem Sonnenschein und einer Lufttemperatur von 26 Grad wollten wir noch einen letzten Blick auf die Elisabethenbrücke werfen. Eine Hängebrücke, die die beiden Ortsteile - Pest und Buda - miteinander verbindet. Geniesst den Zauber dieses Bauwerks...geniesst die Donau..die Ausflugsschiffe... ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Der Tag war noch nicht vorbei!! Auf dem Programm stand nun noch die "Buda"-Seite mit seiner Burg, - die Matthiaskirche - der Marktplatz, die Fischerbastei...und...und...und...... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich war sooooooooooooooooo müde - meine Beine schmerzten...und es waren noch einige Sehenswürdigkeiten aufzunehmen, die auf uns warteten!.....also Zähne zusammenbeissen...zum Jammern haben wir jetzt keine Zeit!!! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Also - andere Donauseite - erstes Ziel: Die Budaer Burg auf dem Burgberg! Laut unserem Reiseleiter war da noch die Hand Maria Theresias zu spüren! Ob es stimmt? Ich muss es wohl glauben.. Dieser Burgpalast ist Ungarns größtes Gebäude sowie das bekannteste Gebäude Budapests. Wachtposten patroullierten mit steinernen Gesichtern und mit stündlicher Auswechslung der Personen vor der Burg - aber eigentlich ist das auch mehr als eine Touristenattraktion gedacht...(sagte únser Reiseführer) ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Von der Budaer Burg aus hatten wir nochmals einen wunderschönen Ausblick über die Donau und auf die gegenüberliegende Pest-Seite, die am Morgen als unser erstes Ziel angesteuert wurde und in der wir am Nachmittag durch die Einkaufstraße gebummelt sind. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Im Burggarten befanden sich etliche (Reiter-)denkmale, die ich aber nicht einzeln erwähnen möchte. Der Matthias-Brunnen aber zog meine besondere Aufmerksamkeit an! Zuerst betrachtete ich nur die künstlerische Gestaltung der Jagdszenen, die mich faszinierten und als dann mein Mann die Erklärung des Reiseleiters zu diesem Brunnen übersetzte...begann mein "Romantik-Herz" höher zu schlagen! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Dieser Brunnen erzählt die Geschichte vom König Corvinius und die des Mädchens Ilona! (ILONA!!! Wie hatte ich meine Schwester immer um ihren Namen beneidet)! Dieses Mädchen Ilona begegnete dem König im Wald - wusste nicht, dass es der König war - und verliebte sich unsterblich in ihn. Da sie seinen Adelsstand nicht kannte und dachte, er ist ein einfacher Jäger - hatte das den König so sehr berührt, dass er diesen Brunnen im Gedenken an Ilona bauen liess.... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- War eine innige Romanze dahinter??? Leider weiß ich das nicht, weil ich mich mit dieser Geschichte noch nicht näher befasst habe..aber wenn ein König einen Brunnen bauen lässt..für eine "Ilona" dem Mädchen aus dem Volke..dann müsste schon eine Romanze dahinter stehen! Mich hat diese kleine Geschichte einfach wieder mal zum Träumen angeregt..und lächel..und seufz...wäre ich doch die Ilona gewesen... Herzschmerz und Weh... ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Spass beiseite.. Lächel...Leute...also...ein einfacher Mann kann ein König sein...deshalb: immer freundlich...immer lächeln... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Nach Verlassen der Budaer Burg erreichten wir die Stelle des alten Teils von "BUDA" an der 1873 die Stadt Budapest gegründet wurde. Leider weiß ich den Namen des Platzes nicht mehr - aber nennen wir ihn einfach: Marktplatz! Auch da erzählte der Reiseleiter eine kleine nette Geschichte...die (hauptsächlich die Männer ) zum "Schmunzeln" anregte - was ich auch wieder unfair fand..denn auch Männer könnten in diesen "Genuss" kommen... -------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Denn vor vielen Jahren wurden die Streitsüchtigkeiten der Damenwelt genau auf diesem Marktplatz ausgetragen - der straßenmässig etwas ansteigend war. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die Damen-Schandmäuler und ihre Beleidigungen kamen vor den Richter! Alle Einwohner versammelten sich nach dem Urteilsspruch auf dem Marktplatz! Der Streithenne - die die Beleidigungen an ihre Kontrahentin ausgesprochen hatte - wurde ein schwerer Stein auf den Rücken gebunden - und sie musste unter großer Anstrengung die ansteigende Straße hochlaufen. Alle Schaulustigen ringsherum lachten...lachten...lachten! NEBEN der Streithenne aber musste die "Anklägerin" mit einem ernsten Gesicht gehen...und wehe...sie hat gelacht!!!! Nur das kleinste Lachen - und der Stein wurde gewechselt..und so ist auch DIESER das Lachen und der Hohn vergangen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Es war für mich schon eine besondere Faszination..genau an dieser Stelle zu stehen, an der im Jahre 1873 Budapest durch die Zusammenlegung der flachen östlichen Pest-Seite und der westlichen bergigen Buda- sowie Obuda-Seite gegründet wurde. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Obwohl meine Beine immer größere Müdigkeit aufwiesen - meine Kehle fast ausgetrocknet war vor Durst - musste ich noch den Weg bis zur Fischerbastei und zur Matthiaskirche schaffen. -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ich mache erst mal Halt bei der Matthiaskirche - die auch die "Krönungskirche" genannt wird. Zahreiche Krönungszeremonien wurden in dieser Kirche abgehalten - unter anderem auch die Krönung von Franz-Joseph I. - dem König von Ungarn - und späteren Kaiser von Österreich. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Anlässlich seiner Krönung als König von Ungarn erhielt er als "Krönungsgeschenk" das Barockschloss Godöllö! Das waren noch Geschenke!!! Ob dies in der heutigen Zeit auch noch so ist?? -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Diese Krönungskirche , die sich auf der BUDA-Seite befindet - ist die bekannteste Kirche Ungarns. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ..eigentlich hätte ich jetzt den Rücken eines "Esels" benötigt, der mich noch bis zur Fischerbastei bringen könnte...aber trotz allem: Meine schmerzende Beine hielten mich nicht ab davon, den letzten Teil des Tages noch in mich aufzunehmen. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Diese Fischerbastei wurde 1895 errichtet - und wenn ich mich richtig erinnere - sagt der Name schon, welcher "Umschlag- und Handelsplatz" sich dort befand. Auch von dort hat man einen wunderschönen Ausblick zur Pest-Seite. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Blick auf Fischerbastei ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Zwischen der Matthiaskirche und der in Steinwurf-Nähe liegenden Fischerbastei befindet sich ein großes Gebäude, das ich aber wegen Müdigkeit nicht mehr näher in mich aufnehmen konnte! Dieses Gebäude hatte früher als Kloster gedient und sich heute zum "Hilton-Hotel" gemausert. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ...und nun - lieber Leser - wenn du noch nicht müde bist - schau dir einfach noch das nachstehende Video an...mit der Kaffeemusik und den ungarischen Klängen, die einfach zu Herzen gehen.. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ ...und dann begleite mich noch die letzten Minuten in ein 200-Jahre altes Eiscafe... Ich muss mich jetzt ausruhen..meine Beine schmerzen..meine Kehle ist ausgetrocknet.. Ich war selbst zu müde, das Hochzeitspaar, das aus der Krönungskirche getreten ist - in mich aufzunehmen...ich weiß nur - da war eine Braut..da war eine große Hochzeitsgesellschaft...aber das habe ich wie durch einen Nebel wahrgenommen.. ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Setz dich zu mir..wir essen ein Eis - stillen den Durst und schließen die Augen - und lassen alles nochmals nachwirken.. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein traumhafter Tag - mit unvergesslichen Eindrücken - hat sein Ende gefunden... Eine Stadt, die ich mir herbeigesehnt habe - hat meine Erwartungen erfüllt... ...die feurigen, glutäugigen, temperamentvollen, schwarzhaarigen Ungarn - hab ich nirgendwo gesehen! Es waren alles Menschen wie der Nachbar von Nebenan - der Schwager - der Onkel - der Cousin - der Kollege... ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Adieu Budapest! Ich komme wieder! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Nun verabschiede ich mit den Klängen von David Garett - mit denen ich bereits das "Intro" eingeleitet habe...nur von einem anderen Interpreten! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit diesem Budapest-Posting ein bisschen unterhalten konnte und wenn ich DENEN, die nicht die Möglichkeit zu einer solch schönen Reise haben, ein bisschen von dem Flair und dem Charme dieser wunderschönen Stadt weitergeben konnte! ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Leute, denen es nicht gefällt - wird es immer geben - aber die sollen einfach nur weitergehen! --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Adieu - das nächste posting ist bereits im "Entstehen" in dem ich Euch ein bisschen von der schönsten Tropfsteinhöhle Europas erzählen möchte! Bis dahin liebe Grüsse - an alle Besucher - Eure Gisela ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------